Maximin Grünhaus
Schlosskellerei C. von Schubert
Das Weingut Maximin Grünhaus liegt am Fuße eines ausgedehnten, steilen Südhanges
auf der linken Seite der Ruwer, etwa 2 km von deren Mündung in die Mosel. Die
arrondierte, geschlossene Weinbergslage Maximin Grünhaus mit den Einzellagen
Abtsberg, Herrenberg und Bruderberg befindet sich im Alleinbesitz der Familie
von Schubert. Die drei Maximin Grünhäuser Weinbergslagen unterscheiden sich durch
Bodenart, Hangneigung und Mikroklima und zeichnen sich durch folgende
Besonderheiten aus:
Der Maximin Grünhäuser Abtsberg
– der Wein der Äbte der Abtei Sankt Maximin – umfasst rund 14 ha Rebfläche und
ist zum Teil seit über 1000 Jahren mit Reben bepflanzt. Sein Untergrund besteht
aus blauem Devonschiefer, die runde Kuppe dreht von Südost bis Südwest und er
erreicht eine Hangneigung von bis zu 70 %. Die Weine des Abtsbergs zeichnen sich
durch eine fein strukturierte, subtile Mineralität, rassige Säure, viel Frucht,
Körper und Spiel aus. Sie gehören zu den langlebigsten Rieslingweinen des
Anbaugebietes.
Der Maximin Grünhäuser Herrenberg
– die Qualität für die Maximiner Chorherren – dehnt sich auf insgesamt 19 ha
aus. Hier dominiert der rote Devonschiefer, der zu tiefgründigen Böden mit guter
Wasserführung verwittert ist. Die Weine des Herrenbergs zeigen schon früh Frucht
und Körper und bestechen ebenfalls durch außerordentliche Entwicklungsfähigkeit.
Der Maximin Grünhäuser Bruderberg
– der Wein für den einfachen Klosterbruder – misst nur einen guten Hektar und
hat als direkter Nachbar des Abtsbergs den gleichen blauen Schieferboden. Die
Weine sind von sehr würziger, manchmal rustikaler Schiefermineralität geprägt,
werden ausschließlich als Qualitätsweine deklariert und besitzen eine
außerordentliche Lagerfähigkeit.
Der Weinbau in den Maximin Grünhäuser Weinbergen ist naturnah ausgerichtet. Die
Düngung erfolgt überwiegend organisch, die Böden werden mit den natürlichen
Wildkräutern begrünt. Insektizide kommen nicht mehr zur Anwendung und durch
intensive Laubarbeiten wird die Traubengesundheit bestmöglich gefördert. Das
durchschnittliche Ertragsniveau ist im Sinne bester Qualitäten auf rund 45 hl /
ha begrenzt. Die Traubenlese erfolgt ausschließlich mit der Hand, entsprechend
den Notwendigkeiten der einzelnen Jahrgänge in mehreren Ausleseschritten. Seit
Anfang 2004 ist Dipl. Weinbau Ing. Stefan Kraml für den Weinbau und die
Kellerwirtschaft in Grünhaus verantwortlich. Sein kompromissloses
Qualitätsstreben prägt seither die Maximin Grünhäuser Rieslingweine.
Dominierende Rebsorte ist und wird in Grünhaus immer der Riesling sein – heute
mit einem Anteil von 94 %. Ein Hektar Weißburgunder und Auxerrois wird seinen
ersten Ertrag mit dem Jahrgang 2008 bringen. Im Jahre 2007 wurde zum ersten Mal
seit 150 Jahren ein weiterer Hektar mit Spätburgunderreben bepflanzt.
Die günstige Lage der Grünhäuser Kellerei erlaubt den Transport der geernteten
Trauben binnen weniger Minuten zur Kelter. Die Trauben werden je nach
Erfordernissen eingemaischt oder mit der Methode der Ganztraubenpressung in
einer modernen pneumatischen Presse verarbeitet. Nach einer natürlichen Klärung
über Nacht werden die Moste auf eine optimale Gärtemperatur gebracht und
vergären im klassischen Eichen - Fuderfass oder kleinen Edelstahltanks mit den
natürlichen Wildhefen. Hierdurch wird der mineralische Geschmack des
Schieferbodens optimal entwickelt und die Langlebigkeit der Rieslingweine
garantiert. Eine Schönung von Most und Wein erfolgt nicht. Seit zwei Jahren wird
aus den gutseigenen Eichenwäldern Fassholz geworben und von einem in der
Nachbarschaft ansässigen Küfer zu Fuderfässern verarbeitet.
Probieren geht über Studieren
– sehr herzlich laden wir Sie zur Weinprobe nach Grünhaus ein. Spontan können
Sie unsere Kellerei von Montag bis Freitag von 8:00 bis 12:00 und 13:00 bis
17:00 Uhr, sowie am Samstag von 8:00 bis 12:00 Uhr besuchen. Weiterhin können
Sie auch Termine auf Anfrage vereinbaren.