Jahrgangsbericht 2006
Die Witterung des Jahrganges 2006 bot den Rieslingreben günstige Wachstumsbedingungen
von einem durch Frost nicht beeinträchtigten Austrieb Ende April, über eine zügige
Blüte Anfang Juni hin bis zu einer Vollreife Anfang Oktober. Das feuchte – warme
Klima vor und während der Lesezeit machte nach Erreichen der Vollreife eine sehr
intensive Selektion notwendig. Am Anfang der Traubenlese wurde sehr gesundes Lesegut
für die trockenen und feinherben Weine gewonnen, während gegen Ende durch sorgfältige
Handlese hochwertige Ausleseweine und im Abtsberg eine Beerenauslese eingebracht
werden konnte. Die sehr starke Eintrocknung der Trauben brachte es mit sich, dass
nach 2005 wieder nur ein Ertrag von 30 hl / ha möglich war, die 2006er Jungweine
verkosten sich sehr würzig – mineralisch, sie bieten ein lebendiges Frucht – Säure
–Spiel und zeigen außerordentlich viel Extrakt.
Eine Änderung in der Benennung unserer Weine haben wir mit dem Jahrgang 2006 im
Qualitätsweinbereich (Ausnahme Bruderberg) vollzogen. Hier gibt es fortan einzig
den „Maximin Grünhäuser Riesling QbA“ in den Ausbaurichtungen trocken, feinherb
und „lieblich – fruchtig“. Dies gibt uns die Möglichkeit in unseren beiden großen
Lagen Herrenberg und Abtsberg, unabhängig von deren Grenzen, mittels strenger Handauslese
das Traubengut für gehaltvolle Weine zu gewinnen, die alle Tugenden unseres Grünhäuser
Rieslings besitzen. Fast alle Gebinde im Grünhäuser Keller konnten mit den natürlichen
Wildhefen vergoren werden, was gewährleistet, dass der Urgrund unserer Rieslingreben
– der Devonschiefer – sich im Geschmack unserer Weine deutlich darstellt! Auch das
Reifungspotential wird dadurch optimiert.